Sicherheitswarnung
Der unsichtbare Defekt, der Hunderttausende Fahrer bedroht
BMW startet in dieser Woche eine massive weltweite Rückrufaktion: Bis zu 575.000 Fahrzeuge weisen einen kritischen Defekt am Anlasser auf, der einen Kurzschluss verursachen und einen Brand auslösen kann. Betroffen sind sechzehn Modelle, die zwischen Juli 2020 und Juli 2022 produziert oder repariert wurden.
Der Münchner Hersteller hat einen anormalen Verschleiß des Anlasser-Magnetschalters nach einer hohen Zahl von Startvorgängen festgestellt. Dieses defekte Bauteil verhindert zunächst, dass der Motor korrekt anspringt. Zum Katastrophenszenario kommt es jedoch, wenn dieser Verschleiß einen Kurzschluss verursacht: Die lokale Überhitzung kann das Fahrzeug in Brand setzen, sogar während der Fahrt.
BMW empfiehlt, Ihr Fahrzeug nach dem Starten des Motors niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Bleiben Sie wachsam bei folgenden Anzeichen: Startschwierigkeiten, völlige Startverweigerung, Rauch oder ungewöhnliche Gerüche im Bereich der Motorhaube.
Betroffene Fahrzeuge
Steht Ihr Modell auf der schwarzen Liste?
Betroffen sind sechzehn BMW-Modelle mit einem zwischen Juli 2020 und Juli 2022 gefertigten Anlasserrelais. Auch Fahrzeuge, die bei einer späteren Reparatur einen fehlerhaften Anlasser erhalten haben, fallen unter die Aktion.
Liste der betroffenen Modelle:
- 2er Coupé (G42)
- 3er: Limousine (G20), Touring (G21), Langversion (G28)
- 4er: Coupé (G22), Cabrio (G23), Gran Coupé (G26)
- 5er: Limousine (G30), Touring (G31)
- 6er Gran Turismo (G32)
- 7er Limousine (G11/G12)
- X3 (G01)
- X4 (G02)
- X5 (G05)
- X6 (G06)
- Z4 (G29)
- Toyota GR Supra (technisch baugleich)
Lösung
Die Reparatur, die Sie retten könnte
Bei allen betroffenen Fahrzeugen wird der Anlasser ersetzt. Bei einigen Modellen muss zudem die Batterie gewechselt werden, um sie an den neuen Anlasser anzupassen. BMW versichert, dass bislang kein Brand gemeldet wurde, doch die Kundenbeschwerden reichten aus, um diese vorbeugende Maßnahme auszulösen.
Beim deutschen Hersteller häufen sich die Rückrufe: Ende 2024 waren bereits 1,5 Millionen Fahrzeuge wegen eines defekten Bremssystems zurückgerufen worden, was BMW zwang, seine Finanzziele nach unten zu korrigieren. Diesmal spielt der Konzern die wirtschaftlichen Folgen herunter und betont zugleich seine Priorität für die Sicherheit.

Kfz-Experte


