Stellantis schlägt zurück
Ein bewusst geführter Preiskampf
Stellantis schlägt im Januar 2026 hart zu: Die Fiat Pandina wird für 9.990 € angeboten, also 3.300 € günstiger als der Dacia Sandero. Eine brutale Verkaufsoffensive, die die italienische Marke wieder auf dem Feld der bezahlbaren Autos positioniert, weit weg von der unter der Ära Tavares angestrebten Aufwertung.
Der Konzern mit seinen 14 Marken verramscht seinen historischen Kleinwagen buchstäblich mit einer „Superprämie" von 5.510 € unter der Bedingung, dass ein über 7 Jahre altes Fahrzeug zur Verschrottung in Zahlung gegeben wird. Das ursprünglich bis zum 31. Januar geplante Angebot wurde angesichts des Erfolgs über das gesamte erste Quartal 2026 verlängert. Xavier Duchemin, Chef von Stellantis Frankreich, steht dazu: „Wir müssen wieder Absatzzahlen erreichen, um die Werke am Laufen zu halten."
Absatzeinbruch 2025
Eine Kehrtwende um 180 Grad
Diese Strategie markiert eine Kehrtwende um 180 Grad für Stellantis, dessen Verkäufe in Frankreich 2025 um 6,8 % eingebrochen sind, mit einem auf 28 % geschrumpften Marktanteil. In Europa sind die Zulassungen von Fiat-Fahrzeugen um 11 % gefallen, mit spektakulären Einbrüchen: -38 % in Frankreich, -41 % in Großbritannien.
Voraussetzungen
So sichern Sie sich das Angebot für 9.990 €
Um diesen Kampfpreis zu ergattern, müssen drei Bedingungen erfüllt sein:
- Eine neue Fiat Pandina Pop Hybrid 1.0 BSG mit 65 PS bestellen, die Einstiegsversion, die ohne Rabatt mit 15.500 € ausgewiesen ist.
- Ein über 7 Jahre altes Altfahrzeug in Zahlung geben, das zwingend verschrottet wird.
- Die Bestellung im teilnehmenden Fiat-Händlernetz in Frankreich vor Ende des ersten Quartals 2026 aufgeben.
Die „Super Prime Reprise €co Fiat" von 5.510 € ist somit nur den Besitzern eines alten Fahrzeugs zugänglich, die bereit sind, sich endgültig davon zu trennen. Ohne diese Inzahlungnahme bleibt die Pandina zu ihrem Listenpreis von 15.500 € im Verkauf.
Sicherheit und Langlebigkeit
Eine umbenannte Panda, die bis 2030 durchhält
Die Pandina ist nichts anderes als die Panda der dritten Generation, 2012 eingeführt und in Pomigliano d'Arco bei Neapel produziert. Umbenannt, um die Verwechslung mit der 2024 eingeführten neuen Grande Panda zu vermeiden, wurde sie Mitte 2024 auf die Sicherheitsnorm GSR2 gebracht, um im Programm bleiben zu können. Das Ergebnis: Sie wird 18 Jahre durchhalten, also zweieinhalbmal länger als der Marktdurchschnitt.
Diese Rekord-Langlebigkeit war nicht vorgesehen. Fiat hatte nach der Ankunft der Grande Panda, die als zu teuer galt, um die alte Generation zu ersetzen, keinen Plan B. Die Pandina hält noch 8 % des italienischen Marktes, ein Volumen, das man unmöglich vernachlässigen kann.
Motorisierung und Ausstattung Pop
Eine schlichte, aber zugelassene Ausstattung
Unter der Haube ein 1.0 FireFly-Benzinmotor mit 65 PS, gekoppelt mit einem 12V-Mildhybrid. Die Fahrleistungen bleiben bescheiden: 0 auf 100 km/h in 14,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 158 km/h. Der kombinierte Verbrauch erreicht 112 g/km CO2 und vermeidet damit den Umweltmalus.
Für 9.990 € bringt die Ausstattung Pop das Nötigste mit: manuelle Klimaanlage, digitales Kombiinstrument, autonomer Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung, Spurhalteassistent und Müdigkeitserkennung. Ausstattungen, die früher den höheren Segmenten vorbehalten waren und nun durch die GSR2-Verordnung vorgeschrieben sind.
Projekt Eurocar
Eine Nachfolgerin unter 15.000 € in Vorbereitung
Olivier François, Chef von Fiat, bestätigt, dass ein künftiger Kleinwagen, „kleiner, einfacher, viel günstiger", nach 2030 kommen wird, im Geiste der ursprünglichen Panda von 1980. Dieses Projekt mit dem Namen Eurocar, gemeinsam mit Citroën entwickelt, zielt auf einen Preis unter 15.000 €. Bis dahin sichert die Pandina den Übergang, indem sie Fiat in der Stellantis-Hierarchie „unterhalb von Citroën" positioniert.

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