Ein Elektromotor anstelle des Verbrennungsaggregats
Retrofit: Prinzip und tatsächliche Kosten
Beim Retrofit wird der Benzin- oder Dieselmotor ausgebaut, um ein komplettes Elektroaggregat einzusetzen. Der Umbau muss von einem befugten, vom Kit-Hersteller zugelassenen Fachbetrieb durchgeführt werden. Auf dem Papier erleichtert der Staat die Umrüstung mit einer Förderung von bis zu 5.000 €. In der Praxis beginnt die Rechnung bei 8.000 € für einen Kleinwagen und steigt bis auf 20.000 € für einen SUV oder eine Familienlimousine.
Zwischen Arbeitslohn, Homologation und Aktualisierung des Fahrzeugscheins bleibt ein Mindestbudget von 10.000 € erforderlich. Selbst mit der maximalen Prämie übersteigt der Eigenanteil oft den Preis eines jungen gebrauchten Elektroautos mit besserer Reichweite.
Einkommensvoraussetzungen und förderfähige Kategorien
Wer die Prämie erhalten kann
Die Retrofit-Prämie richtet sich an volljährige, in Frankreich ansässige Personen, die Einkommensobergrenzen einhalten. Für einen zum Elektroauto umgerüsteten Pkw darf das steuerliche Referenzeinkommen pro Anteil höchstens 26.200 € betragen. Juristische Personen und Behörden als Halter eines Fahrzeugs der Klasse M1 sind ebenfalls förderfähig.
Beim Retrofit zum Plug-in-Hybrid beschränkt sich die Prämie auf 3.000 € für einkommensschwache Haushalte und auf 500 € für Haushalte mit geringem Einkommen. Über 16.300 € steuerlichem Einkommen pro Anteil wird keine Förderung gewährt.
Bis zu 5.000 € für einkommensschwache Haushalte
Die Förderbeträge je nach Profil
- Einkommensschwache Haushalte (steuerliches Einkommen pro Anteil ≤ 7.500 €): 5.000 €, begrenzt auf 80 % der Kosten.
- Vielfahrer mit geringem Einkommen (Einkommen ≤ 16.300 € und Arbeitsweg > 30 km oder > 12.000 km/Jahr): 5.000 €.
- Übrige Haushalte mit geringem Einkommen: 1.500 €.
- Haushalte zwischen 16.300 € und 26.200 € pro Anteil: 1.500 €.
Diese Beträge gelten für das Elektro-Retrofit eines Pkw. Für eine Umrüstung zum Plug-in-Hybrid sinkt die Förderung auf 3.000 € für einkommensschwache Haushalte und auf 500 € für Haushalte mit geringem Einkommen.
Eine durch die Homologation geregelte Umrüstung
Fahrzeuge und Auflagen nach dem Umbau
Das Fahrzeug muss älter als fünf Jahre sein und der Klasse M1 angehören. Für ein Hybrid-Retrofit muss die Erstzulassung bei Dieseln vor dem 1. Januar 2011 und bei Benzinern vor dem 1. Januar 2006 liegen. Nach dem Umbau ist ein Weiterverkauf innerhalb eines Jahres oder vor 6.000 gefahrenen km untersagt.
Der Fachbetrieb zieht die Prämie direkt von der Rechnung ab, danach haben Sie einen Monat Zeit, den Fahrzeugschein mit der Konformitätsbescheinigung zu aktualisieren. Der Versicherer muss informiert werden, und das Fahrzeug bleibt der regelmäßigen Hauptuntersuchung unterworfen.
Reichweite und Laden weit entfernt von einem Serien-Elektroauto
Die technischen Grenzen einer Umrüstung
Die meisten Kits bieten 90 km reale Reichweite, weit entfernt von den 300 bis 500 km der aktuellen Elektromodelle. Die Ladegeschwindigkeiten erzwingen eine enge Planung, was lange Fahrten erschwert. Vor allem weist ein von Grund auf als Elektroauto konzipiertes Fahrzeug eine deutlich höhere Energieeffizienz auf als eine Verbrenner-Umrüstung.
Ein zertifizierter Installateur ist Pflicht
Zugelassene Fachbetriebe und Montage-Auflagen
Nur ein vom Kit-Hersteller befugter Installateur darf die Arbeit ausführen und muss neben dem Herstellerschild ein Umrüstschild mit seiner Zulassungsnummer anbringen. Transition-One gehört zu den sichtbarsten französischen Akteuren, mit sechs homologierten Kits für ebenso viele Modelle.
Das Fahrzeuggewicht darf sich um höchstens 20 % ändern, und die Leistung des Elektromotors muss der des Originalaggregats entsprechen. Diese Sicherungen gewährleisten das Fahrverhalten und die Integrität des Fahrgestells nach dem Umbau.
Wie lange dauert die Homologation eines Retrofits?
Kann man ein Retrofit selbst durchführen?
Lässt sich die Reichweite später verbessern?

Kfz-Experte




