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STEUERKETTE-ZAHNRIEMENIhr Steuertrieb in 1 Klick
Mercedes 200 CDI Dieselmotor
Gemischt - Hängt vom Motorcode ab

Mercedes 200 CDI:
Steuerkette oder Zahnriemen?

OM611/646/651 = Steuerkette für die Lebensdauer. OM607/608 (auf Renault-Basis) = zu wechselnder Zahnriemen. Die Antwort hängt von Ihrem Motorcode ab. Hier ist der vollständige Ratgeber nach Generation.

TL;DR - Identifizieren Sie Ihren Motor

  • OM611 / OM646 (1997-2009): Robuste vordere Steuerkette, kein Wechsel erforderlich. Exemplare überschreiten 500.000 km. Die Referenz des zuverlässigen Diesels.
  • OM651 (seit 2008): Hintere Steuerkette (getriebeseitig), für die Lebensdauer ausgelegt, aber empfindlicher Kettenspanner auf den Baujahren 2008-2013. Sehr teure Reparatur bei beschädigtem Steuertrieb.
  • OM607 / OM608 (umgelabelter Renault 1.5 dCi): Zahnriemen, zu wechseln alle 160.000 km oder 6-10 Jahre. Nur in der Kompaktbaureihe (A-, B-Klasse, CLA, GLA).

OM611 und OM646: Das goldene Zeitalter der Zuverlässigkeit

Die Motoren OM611 (1997-2003) und OM646 (2003-2009) mit einem Hubraum von 2.148 cm³ stehen für den Höhepunkt der Mercedes-Philosophie: ein vorn liegender Steuertrieb mit Rollenkette, zugänglich, robust und für die gesamte Fahrzeuglebensdauer ausgelegt.

MerkmalOM611OM646
Produktion1997-20032003-2009
SteuertriebVordere SteuerketteVordere Steuerkette
Wartung SteuertriebKeineKeine
Lebensdauer400.000+ km500.000+ km
ModelleC200 CDI (W203), E200 CDIC200 CDI (W204), Sprinter

OM651: Die hintere Steuerkette und ihre Tücken

Der OM651 (seit 2008) ist für Front- wie Heckantrieb ausgelegt. Um Bauhöhe zu gewinnen (Fußgängerschutz), hat Mercedes den Steuertrieb an das hintere Ende des Blocks verlegt.

Diese Entscheidung erschwert Reparaturen drastisch: um an den Steuertrieb zu gelangen, muss oft der Motor oder das Getriebe ausgebaut werden. Die ersten Baujahre (2008-2013) zeigten Probleme mit dem hydraulischen Kettenspanner, die zu einer vorzeitigen Längung der Kette führten.

Verschleißsymptome der Steuerkette beim OM651

  • Metallisches Geräusch beim Kaltstart (vor allem im Winter, bei kaltem Öl)
  • Anhaltendes Klappern nach Erreichen der Betriebstemperatur: Kettenspanner am Limit
  • Fehlercode P0340 oder Korrelationscodes Nockenwelle/Kurbelwelle
  • Schwerer oder unregelmäßiger Start nach längerer Standzeit

OM607/OM608: Die Ausnahme mit Zahnriemen

Die einzige Ausnahme von der Steuerketten-Regel bei Mercedes betrifft den 1.5-dCi-Motor von Renault, umgelabelt als OM607 (Euro 5/6) und OM608 (Euro 6d-TEMP).

Dieser Motor, entstanden aus der Partnerschaft Daimler-Renault-Nissan-Mitsubishi (2010), ist ausschließlich in der MFA-Kompaktbaureihe verbaut: A-Klasse (W176/W177), B-Klasse (W246/W247), CLA (C117/C118) und GLA (X156/X156). Anders als die Mercedes-Blöcke nutzt er einen Zahnriemen aus Gummi mit einem empfohlenen Wechsel alle 160.000 km oder 6 bis 10 Jahre.

Ein Riss dieses Zahnriemens führt zu einer irreparablen Zerstörung des Motors (Interferenzmotor). Nicht mit einem klassischen Mercedes-Block mit Steuerkette verwechseln.

Vergleich der Mercedes-200-CDI-Generationen

MotorSteuertriebPositionWartung
OM611 (1997-2003)RollenketteVorneKeine
OM646 (2003-2009)RollenketteVorneKeine
OM651 (seit 2008)Simplex-Kette + ZahnräderHintenKontrolle (Kettenspanner)
OM607/608 (Renault)ZahnriemenSeitlich160.000 km / 6-10 Jahre
OM654 (seit 2016)Simplex-KetteHintenKeine

Wartungsheft nach Motor

OM611 / OM646: Steuerkette

Kein Wechsel vorgesehen. Öl MB 229.3 oder 229.5, Ölwechsel alle 15.000 bis 20.000 km. Akustische Kontrolle beim Start.

OM651: hintere Steuerkette - Aufmerksamkeit geboten

Kontrolle des Kettenspanner-Geräuschs empfohlen zwischen 150.000 und 200.000 km. Öl 5W-30 MB 229.51. Teure Reparatur (Ausbau des Motors oft nötig).

OM607 / OM608: Renault-Zahnriemen

Wechsel des Zahnriemens bei 160.000 km oder 6-10 Jahren. Interferenzmotor: Riss = Totalschaden. Öl 5W-30 Low SAPS.

Verwandte Ratgeber

Häufige Fragen (FAQ)

Hat der Mercedes 200 CDI eine Steuerkette oder einen Zahnriemen?

Die Antwort hängt vom Motorcode ab. Die reinen Mercedes-Blöcke (OM611, OM646, OM651, OM654) verwenden alle eine Steuerkette, die theoretisch für die gesamte Lebensdauer ausgelegt ist. Die einzige Ausnahme betrifft die Kompaktversionen (A-/B-Klasse) mit dem umgelabelten Renault-Motor 1.5 dCi (OM607 oder OM608), der einen Zahnriemen nutzt, der alle 160.000 km gewechselt werden muss.

Was unterscheidet den OM611/OM646 vom OM651 in Bezug auf den Steuertrieb?

Beim OM611 und OM646 sitzt die Steuerkette vorne am Motor und ist sehr gut zugänglich. Beim OM651 liegt die Kette hinten am Block (getriebeseitig), was jede Reparatur extrem teuer macht, da oft der Motor oder das Getriebe ausgebaut werden muss. Der OM651 litt zudem in den ersten Baujahren (2008-2012) unter Problemen mit dem Kettenspanner, was auf diesen Modelljahren vorbeugende Wechsel erforderlich machte.

Wie erkenne ich, ob mein Mercedes 200 CDI den Renault-Motor hat?

Der Renault-Motor (OM607/OM608) ist ausschließlich in der Kompaktbaureihe auf MFA-Basis verbaut: A-Klasse (W176/W177), B-Klasse (W246/W247), CLA (C117/C118) und GLA (X156/X156). Wenn Ihr Fahrzeug eine C-Klasse, E-Klasse oder eine ältere Limousine ist, haben Sie einen reinen Mercedes-Block mit Steuerkette. Zur Bestätigung schauen Sie auf das Typenschild oder die Diagnosesoftware: OM607 und OM608 sind die Codes der Renault-Motoren.

Hat der OM651 bekannte Probleme mit der Steuerkette?

Ja. Obwohl der OM651 technisch mit einer für die Lebensdauer ausgelegten Steuerkette bestückt ist, zeigte er in den ersten Produktionsjahren (2008-2013) Probleme mit dem hydraulischen Kettenspanner. Der vorzeitige Verschleiß äußert sich in einer Längung der Kette und einem metallischen Geräusch beim Kaltstart. Die Reparatur ist aufwendig und teuer, weil der Steuertrieb hinten (schwungradseitig) sitzt und dazu der Ausbau des Motors oder des Getriebes nötig ist.

Welche Wartung braucht die Steuerkette eines Mercedes 200 CDI OM611 oder OM646?

Bei den Blöcken OM611 und OM646 ist kein periodischer Wechsel erforderlich, da die Zuverlässigkeit des Steuertriebs vorbildlich ist (über 500.000 km dokumentiert). Eine akustische Kontrolle beim Start genügt: jedes anhaltende metallische Geräusch sollte diagnostiziert werden. Besonderes Augenmerk sollte auf der Ölqualität (Spezifikation MB 229.3 oder 229.5) und den Ölwechselintervallen liegen.