Neuheit 2027
Der Corolla bricht mit seinen eigenen Regeln
Jahrzehntelang pflegte der Toyota Corolla einen braven, fast unsichtbaren Look. Die Version 2027 bricht mit dieser Tradition. Toyota hat diese Woche einen ersten offiziellen Ausblick auf die nächste Generation veröffentlicht.
Die Karosserie liegt tiefer, die Dachlinie zieht sich weit nach hinten, und das Heck endet abrupt im Kammback-Stil. Eine Ästhetik, die bislang dem Prius vorbehalten war, nicht dem Corolla.
Diese Entscheidung zielt vor allem auf die Aerodynamik. Ein reduzierter Luftwiderstand bedeutet einen sinkenden Verbrauch auf der Autobahn, gerade dort, wo der Toyota-Vollhybrid einen Teil seines Vorteils gegenüber den Dieseln verliert.
Technik
Der Motor, für den sich 50 Millionen Käufer entschieden haben
Der Hybrid Synergy Drive von Toyota beruht auf einem Planetengetriebe ohne klassische Kupplung und ohne Zahnriemen. Weniger Teile in direktem Kontakt, weniger Verschleiß über die Zeit.
Die Hochvoltbatterie der Corolla-Hybridmodelle behält nach 200.000 km mehr als 80 % ihrer Kapazität. Dokumentierte Fälle überschreiten die 300.000 km ohne Austausch. Kein Konkurrent kann bei so vielen Fahrzeugen im Verkehr solche Zahlen vorweisen.
Für 2027 führt Toyota dieses System auf einer überarbeiteten TNGA-Basis fort, mit neu abgestimmtem Fahrwerk und verstärkter Karosseriesteifigkeit.
Antriebe
Was die Modellpalette bieten wird
Toyota hat mehrere Antriebe für diese Generation bestätigt:
- Vollhybrid (HEV): ein 1,8-Liter-Vierzylinder, Basismotorisierung, rund 136 PS.
- Plug-in-Hybrid (PHEV): zwei Elektromotoren, tägliche Fahrten rein elektrisch abgedeckt.
- Verbrenner: auf bestimmten Märkten mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) kompatibel.
- Elektro (BEV): offiziell erwähnt, bislang ohne Angaben zu Ladeleistung oder Reichweite.
Analyse
Die Version, die man im Auge behalten muss: der PHEV
Die Version, die man im Auge behalten muss, bleibt der PHEV. Tägliche Fahrten unter 50 km rein elektrisch abgedeckt, der Verbrenner als Ablösung auf der Landstraße: Das ist die Konfiguration, die den realen Verbrauch bei gut kalibriertem Mischbetrieb unter 2 l/100 km drückt.
Ein schlecht kalibrierter und unzureichend geladener PHEV verbraucht mehr als ein klassischer Vollhybrid mit leerer Batterie. Toyota kann es sich nicht leisten, den seit 25 Jahren auf diesem Namen aufgebauten Ruf der Langlebigkeit zu trüben.
Die Kalibrierung des PHEV wird genau unter die Lupe genommen. Toyota muss an diesem Punkt besser sein als die Konkurrenz, um den Aufpreis beim Kauf zu rechtfertigen.
Markt
Corolla in Deutschland: hier trägt er seinen Namen
Anders als in manchen Märkten ist der Corolla in Deutschland fester Bestandteil der Toyota-Palette – als Schrägheck und als Touring Sports, durchgehend als Vollhybrid.
Über Preise und Ausstattungen der Generation 2027 zu sprechen, wäre derzeit reine Spekulation. Toyota wird sich dazu erst nach der offiziellen Präsentation äußern, die für 2027 erwartet wird.
Fazit
Was vor dem Kauf noch zu klären bleibt
Der reale Verbrauch auf der Autobahn wird entscheidend sein. Der Toyota-Vollhybrid glänzt in der Stadt, weniger bei 130 km/h, wo er sich wie ein guter 1,8-Liter-Benziner verhält.
Die neue, stärker profilierte Fastback-Silhouette dürfte den cw-Wert um einige Hundertstel senken. In Kombination mit einem Energiemanagement der fünften Generation erwartet man einen Corolla 2027 unter 5 l/100 km auf der WLTP-Autobahnstrecke, gegenüber 5,5 bis 6 l/100 km bei der aktuellen Generation bei zügiger Fahrweise.
Die offizielle Präsentation und die ersten technischen Daten werden im Laufe des Jahres 2027 erwartet. Bis dahin ist es der PHEV, auf dem alle Erwartungen ruhen.
Weiterführende Themen
Zur Langlebigkeit von Hybridmotoren und zum Vergleich mit klassischen Verbrennern:

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