Positionierung
Ein italienischer SUV, der eigene Wege geht
Während der Markt die Hybridisierungen vervielfacht, geht die Fiat 600 als Einstiegsversion eigene Wege. Für 18.950 € bekennt sich dieser italienische SUV zu einem Turbo-Benziner mit 100 PS, einem manuellen Sechsganggetriebe und null elektrischer Unterstützung.
Genau das macht sie interessant. Wo viele neue Modelle Systeme aufeinandertürmen, um beim offiziellen Verbrauch zu punkten, setzt die 600 auf mechanische Einfachheit, mit einem günstigeren Preis und einer geradlinigeren Logik für den Alltag. Eine Positionierung, die sich von der Hybrid-Welle abhebt, gerade während die Frage Benziner gegen Hybrid die Käufer zunehmend spaltet.
Motorisierung
Der neue Turbo 100 von Stellantis unter der Haube
Unter der Haube setzt Fiat auf den neuen Turbo 100 von Stellantis. Der Motor beruht auf einer weitgehend überarbeiteten Architektur, mit rund 70 % neuen Bauteilen, einer Steuerkette, einem Turbolader mit variabler Geometrie und einem Betrieb nach dem Miller-Zyklus.
Das Ziel ist klar: die Schwächen der alten Benzinmotoren des Konzerns beheben und dabei sparsam bleiben. Genau das ist das Versprechen dieses Motors, den man auch unter anderen Hauben des Konzerns findet, wie in unserem Artikel über den Turbo 100, der den PureTech ersetzt, ausführlich beschrieben. Die Wahl der Steuerkette statt des im Ölbad laufenden Zahnriemens des PureTech zielt direkt darauf ab, die Ära der Pannen zu beenden, die die vorige Generation geprägt haben.
| Merkmal | Angegebener Wert |
|---|---|
| Leistung | 101 PS |
| Drehmoment | 205 Nm |
| 0 auf 100 km/h | 10,7 s |
| Verbrauch kombiniert | 5,7 l/100 km |
| Getriebe | Manuell, 6 Gänge |
| Preis | 18.950 € |
Das angegebene Ergebnis, 101 PS, 205 Nm und ein 0 auf 100 km/h in 10,7 Sekunden, reicht für den Einsatz in Stadt und Umland aus. Der kombinierte Verbrauch wird mit 5,7 l/100 km angegeben. Für einen Benzin-SUV ohne Hybridisierung ist das ein vernünftiger Wert, zumal in einem Umfeld, in dem Einfachheit fast zur Seltenheit wird.
Getriebe
Das Schaltgetriebe, eine selten gewordene Wahl
Das eigentliche Thema ist auch das Getriebe. Fiat behält ein manuelles Sechsganggetriebe bei, eine in diesem Segment, in dem die Automatik fast alles beherrscht, ungewöhnlich gewordene Wahl. Für manche Käufer ist das sogar ein starkes Argument: weniger Komplexität, weniger Gewicht und eine leichter verständliche Mechanik.
Dieses Bekenntnis zur Schlichtheit steht bei Fiat nicht allein, hat der Hersteller doch zahlreiche günstige Angebote im Programm, wie die Fiat Pandina ab 9.990 € zeigt. Die italienische Marke bekennt sich zu einer übersichtlichen Palette, fern vom Wettlauf um immer mehr Technik.
Innenraum
An Bord: vollständige Ausstattung trotz Einstiegsniveau
An Bord setzt die 600 nicht auf trostlose Kargheit. Mit 4,18 m Länge bietet sie 385 Liter Kofferraumvolumen, im Verhältnis 60/40 umklappbare Rücksitze und eine für ein Einstiegsniveau sorgfältige Innenraumgestaltung.
Die Ausstattung zieht mit. Man findet ein digitales 7-Zoll-Kombiinstrument, einen zentralen 10-Zoll-Uconnect-Bildschirm sowie Apple CarPlay und Android Auto kabellos.
In Sachen Sicherheit verzichtet die Version POP nicht auf das Wesentliche. Der Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung ist serienmäßig, ebenso wie die Einparksensoren hinten, der Regensensor, das automatische Fernlicht und der Tempomat.
Die Grenze
Die Kehrseite: die fehlende Hybridisierung gegenüber Umweltzonen
Die Kehrseite gibt es dennoch. Ohne Hybridisierung ist diese Fiat 600 nicht die geeignetste für Umweltzonen, und ihre Umwelteinstufung wird ungünstiger ausfallen als die ihrer elektrifizierten Versionen.
Für einen Fahrer, der vor allem in der Stadt oder am Stadtrand unterwegs ist, sein Auto nicht jeden Abend anstecken möchte und den Kaufpreis begrenzen will, ergibt das Rezept Sinn. Fiat verspricht keine Revolution, aber ein schlichtes, stimmiges und in einem sehr technisch gewordenen Markt noch übersichtliches Auto.
Steuerkette oder Zahnriemen bei der Fiat 600?
Der Turbo 100 der Fiat 600 arbeitet mit einer Steuerkette, ausgelegt auf lange Lebensdauer ohne festes Wechselintervall, anders als ein Zahnriemen. Das ist ein deutlicher Kurswechsel gegenüber den Benzinmotoren des Konzerns. Um diese Wahl innerhalb der italienischen Palette einzuordnen, besuchen Sie den Steuertrieb-Hub Fiat oder das Datenblatt des SUV-Cousins Fiat 500X.

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